Frühlingsgedichte

Frühlingsgedichte – Frühling – Gedichte – Gedicht – Lyrik – Poesie

Frühlingsgedicht

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Frühlingsrosa

Frühlingsrosa

Boink!
© typist

 
Noch ist nicht Mai gekommen,
da treibt es schon, oh Graus,
das Weib, das ich genommen,
nach Gartenheim hinaus.

Nun hab ich keine Gaben,
macht es mir kein Plaisir,
die Beete umzugraben;
doch treudoof folg ich ihr.

Das Tor hängt in den Angeln,
so schief, wie ich mich fühl’.
Muss eintritts mit ihm rangeln,
dann startet das Gewühl.

Ich schaufel’ und ich hacke,
als sei ich nicht ganz dicht.
Und dann verteil’ ich … Humus
und ich bemerke nicht,

wie ich zu nahe trete,
dem alten Kirschbaumstamm.
weil ich schon zerr (und bete)
zu roden Holz, im Schlamm.

Da haut der alte Knabe
mir einen Ast auf’s Hirn.
Vielleicht als Frühlingsgabe ?
Mir runzelt sich die Stirn.

Als endet Blutes Tropfen,
da wend’ ich mich mit Graus.
Werd’ nicht mehr Holz beklopfen.
Eil’ fort und dann nach Haus.

Mein Weib, das kichert leise:
“DAS ist des Lenzens Weise,

Die Bäume schlagen aus…”

 
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Vergissmeinnicht

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Vergissmeinnicht - Myosotis

Vergissmeinnicht - Myosotis


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Vergissmeinnicht
Myosotis

Es stand an eines Waldes Rand,
sie war so zierlich klein,
es war den meisten unbekannt,
sie blieb so lang allein.

Dann, eines Tags, ward es entdeckt
sie fand der Liebe Halt.
Es war nicht mehr am Wald versteckt
ihr war nun nicht mehr kalt.

Doch hat der Sturm ihm Leid gebracht
und sie verließ ihr Licht.
Es wünschte ihr bei bei Tag und Nacht
Ein Leben lang

Vergissmeinnicht

© Horst Engel


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Das Foto entstand am 10. Mai 2010 auf der Sulzbachtalaue in Dudweiler.
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Flieder Muttertag

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Flieder

Flieder



Muttertag
© Hans Kohler

Eine Menschin, Haare grau,
ich spreche hier von einer Frau,
die stolz getragen, unterm Herzen
und dann geboren unter Schmerzen,
fünf Söhne, und danach ein Mädchen.
Doch deren Leben hing am Fädchen …
… und riss!

Die Menschin, Mutter auch genannt
in vielen Jahren Ruhe fand.
Doch nie vergaß sie, was verloren,
die Tochter nicht, die einst geboren
und nicht den erstempfang’nen Sohn.

Wie schnell das Rad der Zeit auch dreht,
Mutterliebe … nie vergeht.
Ein Unmensch der, der’s nicht versteht!

In Liebe

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Das Foto entstand am 05. Mai 2010 auf dem Dudweiler Anger.
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Tränende Herzen

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Tränende Herzen - Lamprocapnos spectabilis

Tränende Herzen - Lamprocapnos spectabilis




Tränende Herzen
Lamprocapnos spectabilis
Zweifarbige Herzblume


Mutter
© Claudia Duhonj-Gabersek

Noch immer spür ich Deine Nähe,
rieche den Duft, der Dich umgab.
Als wenn ich Dich grad vor mir sähe,
und doch, es bleibt mir nur Dein Grab.
Ich habe Deine Milch getrunken,
ihren Geschmack vergess ich nie,
oft bin ich ganz in Dir versunken,
die Welt um uns blieb Fantasie.
Getrocknet hast Du meine Tränen,
war ich ein wenig nur verletzt,
nun scheint der Schmerz mich fast zu lähmen,
wer trocknet diese Tränen jetzt?
Was ich an Mut und Stärke habe,
all das verdanke ich nur Dir.
In stiller Nacht, am hellen Tage,
hör ich Dein Klopfen an der Tür.
Brauch Dein Bild nicht aufzuhängen,
ich seh es sowieso vor mir,
und ich muss gar nicht an Dich denken,
jeder Gedanke fliegt zu Dir.
Könnte ich Dir bloß einmal sagen,
was ich erst weiß, seit Du nicht bist,
ich würde Dich auf Händen tragen,
nie habe ich Dich mehr vermisst.

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Das Foto entstand am 07. Mai 2010 in der Sudstraße in Dudweiler
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Frühjahrsputz

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Tulpen

Tulpen




Frühjahrsputz
© Karl-Heinz Franzen / Ronald Henss

Tulpen blühn die Gärten bunt
in Rot und Gelb und Blau.
Auch Narzissen stehn im Rund
und stellen sich zur Schau.

Wildkräuter schießen aus dem Grase.
Euch verpass ich einen Schnitt!
Euch zieh ich eine lange Nase
morgen mit des Mähers Ritt.

Mit diesem radikalen Schnitt
beschließe ich den Frühjahrsputz.
Doch spüre ich, dass ich damit
ein Stück von meiner Seele stutz’.



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Die Aufnahme entstand am 08. April 2010 in der Sulzbachtalstraße in Dudweiler
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Frühlingsgedanken Bettina Buske

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Fliege auf Huflattich

Fliege auf Huflattich


Frühlingsgedanken
© Bettina Buske

Hab gerlernt, im Febuar
erwacht der leuchtende Lenz
in Portugal bei Faro.
Eilig läuft er nordostwärts
Finnlands Küste entgegen.
Vögel künden sein Kommen.
Zügig schreitet er voran,
macht den lichten Tag länger
und erwärmt ganz Europa.

Hab gelesen, ganz früher,
als das Wachsein und Träumen
für die Menschen noch eins war,
folgten sie einem Wagen
mit goldnem Sonnenrad.
Ehrten die Frühlingsgöttin,
lachten, tanzten und sangen.
Mancher, von Lust noch berauscht,
wurde geopfert am See.

So sterben wollte ich nicht,
den Frühling zu ehren!
Will leben, jeden Tag spürn.
Werd mich hell für ihn kleiden
will im Park dann flanieren,
und mich am Blattgrün erfreun.
Werd dem Vogelsang lauschen
und die Sonne genießen,
das nenn ich den Frühling zu ehrn.

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Bettina Buske ist Mitherausgeberin und Mitautorin des Buches

Mauerstücke

Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten
Hrsg. Bettina Buske und Patricia Koelle

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Written by Ronald

8. April 2010 at 08:56

Die Frühlingsfee

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Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

Die Frühlingsfee
© Anna von Kocian

Die Frühlingsfee kam über Nacht
Auf Blütenschwingen in das Land.
Der Südwind hat sie mitgebracht:
Natur erwacht von Geisterhand.

Sie schwirrt umher und – Hokus-Pokus -
bedeckt die Welt ein bunter Flor.
Wachset, Schneeglöckchen und Krokus
Veilchen, Primel sprießt hervor!

Wenn Wald und Wiesen fein geschmückt,
die Frühlingsfee ihr Werk vollbracht,
betrachten alle hochentzückt,
die Schönheit solcher Zauberpracht.

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Written by Ronald

16. März 2010 at 09:36

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